„Die Ehre, die Sie uns mit der Verleihung des Friedenspreises zuteilwerden lassen, ist ähnlich groß wie die Verantwortung von SOS MEDITERRANEE.“

[vc_row row_type=“row“ use_row_as_full_screen_section=“no“ type=“full_width“ text_align=“left“ css_animation=““][vc_column][vc_column_text]Gemeinsam mit der ehemaligen Bürgermeisterin von Lampedusa Guisi Nicolini, wirde SOS MEDITERRANEE Ende Juni mit dem diesjährigen Félix-Houphouët-Boigny-UNESCO-Friedenspreis ausgezeichnet. Sophie Beau, stellvertretende Präsidentin von SOS MEDITERRANEE und Geschäftsführerin von SOS MEDITERRANEE Frankreich, betonte während der Preisverleihung: „Die Anwesenheit von Staatsoberhäuptern, UNO Vertreter*innen und zahlreichen anderen Persönlichkeiten bei dieser Preisverleihung erfüllt uns mit großer Hoffnung: die Hoffnung, dass die Welt sich mehr und mehr ihrer Verantwortung bewusst wird.“ Wir widmen den Friedenspreis „den vielen Tausend Menschen, die bei der Überquerung des Mittelmeers ihr Leben verloren haben. Den vielen Tausend Menschen, von denen wir wissen, und den namenlosen Toten, die ertrunken sind, ohne eine Spur zu hinterlassen.“

Anlässlich der Preisverleihung erinnerte sie außerdem daran, dass wir als zivile Rettungsorganisation eine Aufgabe übernehmen, die eigentlich in der Pflicht der europäischen Staaten liegt und wiederholte die Forderung nach „einer echten europäischen Rettungsflotte (…)– gemäß des Internationalen Seerechts und des internationalen Rechts“ und nach mutigen, gemeinsamen, europäischen politischen Maßnahmen in Fragen der Migration und Aufnahme von Geflüchteten. Sie fügte hinzu: „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, diese Menschen auf der Flucht zu schützen. Es ist unmoralisch, zynisch und widerspricht unseren rechtlichen Prinzipien, die Geretteten nach Libyen zurück zu schicken – in das Land, in dem sie verfolgt wurden. Es ist die Pflicht unserer Staaten, die Menschen, deren Leben in Gefahr ist, gemeinsam zu schützen.[/vc_column_text][vc_separator type=“transparent“ border_style=““][vc_separator type=“transparent“ border_style=““][vc_column_text]

Der Félix Houphouët-Boigny Preis der UNESCO wurde 1989 ins Leben gerufen und wird jährlich an Persönlichkeiten und öffentliche oder private Institutionen vergeben, die im Sinne der Charta der Vereinten Nationen und der UNESCO-Verfassung einen bedeutenden Beitrag zur Förderung, Sicherung und Bewahrung des Friedens geleistet haben. Zu den bisherigen Preisträgern des Félix Houphouët-Boigny Friedenspreises gehören unter anderem Persönlichkeiten wie der ehemalige französische Präsident Francois Hollande, Nelson Mandela und Frederik W. De Klerk; Yithzak Rabin, Schimon Peres und Yasser Arafat; der Spanische König Juan Carlos und der ehemalige US-amerikanische Präsident Jimmy Carter.[/vc_column_text][vc_separator type=“transparent“ border_style=““][vc_separator type=“transparent“ border_style=““][vc_column_text]Mit der Begründung für das große humanitäre Engagement und die Verteidigung der Grundwerte wurde SOS MEDITERRANEE außerdem mit dem Großen Deutsch-Französischen Medienpreis 2017 geehrt. Timon Marszalek, Geschäftsführer von SOS MEDITERRANEE Deutschland e.V. nutze die Gelegenheit, um an die wichtige Arbeit der JournalistInnen zu erinnern und über die täglichen Einsätze im Mittelmeer zu berichten: „Hand in Hand mit unseren medizinischen Partnern an Bord arbeiten wir täglich neben unabhängigen Journalisten, die unsere Einsätze begleiten – und in dieser erfolgreichen Symbiose können und müssen wir die sonst verborgenen Geschichten der Menschen erzählen. Wir kämpfen für das Überleben von Tausenden im Mittelmeer, aber auch für die Menschenwürde. Der anfängliche Ausnahmezustand, der bei der Gründung unserer Organisation herrschte, ist zur Routine geworden.“„Wir bezeugen die Realität, wir machen unsere Arbeit, wir halten die Kamera, die Rettungsweste, die Medizin bereit, um ein Leben zu retten, einen Moment zu erfassen, um Würde zurückzugeben. Zusammen machen wir professionell unsere Jobs und sind dabei Zeugen dessen, was uns begegnet. Gleichzeitig teilen wir uns die stille Hoffnung auf einen größeren Wandel, der aus der Gesellschaft kommt. Gemeinsam warten wir auf einen überfälligen Paradigmenwechsel, weg von den üblich gewordenen Narrativen.“

Auch der Deutsch-Französische Journalistenpreis lässt diese Hoffnung wachsen, vor allem in einer Zeit, in der immer wieder versucht wird, „unsere lebensrettende Arbeit medial zu diskreditieren“, in dem Korrelationen und Kausalitäten von Ereignissen vertauscht werden.[/vc_column_text][vc_separator type=“transparent“ border_style=““][vc_column_text]

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis (DFJP) wurde 1983 zum 20. Jubiläum des Élysée-Vertrags ins Leben gerufen. Er gehört heute zu den wichtigsten Medienpreisen in Europa. Ausgezeichnet werden herausragende journalistische Arbeiten in den Kategorien Audio, Multimedia, Textbeitrag, Video und Nachwuchspreis, die zu einem besseren Verständnis zwischen Deutschland, Frankreich und den europäischen Nachbarn beitragen.

SOS MEDITERRANEE nimmt auch diese Auszeichnungen mit Freude an und ist in der Hoffnung bestärkt, dass die Stimmen der Menschen, die die beschwerliche Flucht über das Mittelmeer auf sich nehmen, um Kriegen, Konflikten und Gewalt zu entkommen, nicht ungehört bleiben.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]