Deutschlands Künstler*innen sind mit an Bord, wenn die Aquarius wieder in See sticht

Pressemitteilung                                                                                    Berlin, 2. August 2018

Mehr als 20 deutsche Künstlerinnen und Künstler, darunter Herbert Grönemeyer, Max Herre, Joy Denalane, Heike Makatsch, Die Beginner und Jan Delay sind an Bord der SOS MEDITERRANEE-Kampagne #SpendeMenschlichkeit, und setzen mit ihrer Unterstützung ein Zeichen für mehr Menschlichkeit in Europa. Mit ihrem Spendenappell rufen sie zu Solidarität auf, um Menschen zu retten, die über das Mittelmeer flüchten.

Berlin, 2. August 2018 – Pünktlich zum erneuten Auslaufen der Aquarius startet SOS MEDITERRANEE Deutschland eine bildstarke Kampagne #SpendeMenschlichkeit, um mehr Aufmerksamkeit für die zivile Seenotrettung, die Situation im Mittelmeer und ihr Schiff zu schaffen. Seit gestern ist die Aquarius als eines von nur zwei verbliebenen Rettungsschiffen auf dem Weg zurück in das Such- und Rettungsgebiet im Mittelmeer, um weiterhin Menschenleben zu retten.

Die prominenten Unterstützerinnen und Unterstützer der Kampagne tragen auf den Motiven, die von Kevin McElvaney aufgenommen wurden, Rettungswesten, um sich mit den Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer solidarisch zu zeigen und um Spenden für die gemeinnützige Organisation zu sammeln.

Parallel dazu hat SOS MEDITERRANEE heute einen offenen Brief in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht, in dem zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus ganz Europa die lebensrettende Mission der Aquarius unterstützen.

Dazu Jakob Berndt, Vorstandsvorsitzender von SOS MEDITERRANEE Deutschland: „Aktuell sind die Kapazitäten zur Seenotrettung so unzureichend und die Bedingungen so komplex wie noch nie, um Menschen, die sich in internationalen Gewässern in Lebensgefahr befinden, zu retten. Daher freuen wir uns sehr, dass wir für unsere Kampagne so viele bekannte Persönlichkeiten gewinnen konnten, die uns in der aktuellen Situation dabei helfen mehr Aufmerksamkeit für die zivile Seenotrettung zu schaffen und ein Zeichen für Humanität zu setzen.“

„Für mich ist Menschlichkeit Pflicht“

Herbert Grönemeyer, Unterzeichner des offenen Briefes und Unterstützer der Kampagne #SpendeMenschlichkeit, sagt: „Für mich ist Menschlichkeit Pflicht. Es gibt sogar in Deutschland ein Gesetz im Gesetzbuch: Unterlassene Hilfeleistung steht unter Strafe. Und ich glaube, dass das die Form des Zusammenlebens ist: Da gibt es nichts zu debattieren. Die Debatte, ob man überhaupt Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten soll, ist absurd. Es ist komplettes Absurdum. Mitmenschlichkeit und Menschlichkeit ist Pflicht.“

Max Herre, Sänger und ebenfalls Unterstützer der Kampagne, erklärt: „Ich unterstütze SOS MEDITERRANEE, weil es nach wie vor erschreckend viele Menschen gibt, die im Mittelmeer ertrinken. Weil das Thema der Geflüchteten, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, nicht gelöst ist, weil sich die europäischen Regierungen verschließen, sich entsolidarisieren, sich die Probleme hin und her schieben, und weil ich es wichtig finde, dass man ein Zeichen setzt, aufmerksam macht und ganz konkret auch Hilfe leistet.“

Auch Sängerin Joy Denalane unterstreicht, warum sie an Bord der Kampagne ist: „Ich bin mit an Bord, weil wir in einer Zeit leben, in der man es nicht leisten kann, von außen auf die Welt zu schauen und sie zu bewerten, sondern ich glaube, dass jeder einzelne gefragt ist. Dabei sein und das Engagement jedes einzelnen ist wichtig, um zu einer Veränderung zu kommen.“

Bisher unterstützen folgende Prominenten die #SpendeMenschlichkeit-Kampagne: Herbert Grönemeyer, Max Herre, Joy Denalane, Heike Makatsch, Olli Dittrich, Marteria, Collien Ulmen-Fernandes, Jan Delay, Die Beginner, Tilo Jung, Trystan Pütter, Salt&Silver, Fynn Kliemann, Klaas Heufer-Umlauf, Lexy und K-Paul, OK KID, Selmin Çalışkan, Shahak Shapira, Clemens Schick, MC Fitti, Nikeata Thompson, Micha Fritz, Robert Stadlober, VisaVie, Sookee, Anna Thalbach, Prof. Gesine Schwan, Stereo Total, uvm.

Mit der Bitte um Veröffentlichung.

Pressekontakt: 

Hanna Krebs, SOS MEDITERRANEE Deutschland, h.krebs@sosmediterranee.org,  +49 (0)30 2205 6811

Photo credits: Kevin McElvaney / SOS MEDITERRANEE