[Statement] Malta: SOS MEDITERRANEE ist erleichtert über Bereitstellung eines sicheren Hafens

Die Aquarius, gechartert von SOS MEDITERRANEE und gemeinsam betrieben mit Ärzte ohne Grenzen (MSF), erhielt am Mittwochmorgen von den maltesischen Behörden die offizielle Erlaubnis zur Einfahrt in den Hafen von Valletta.

SOS MEDITERRANEE ist erleichtert über die Bereitstellung eines sicheren Hafens für die 141 Überlebenden, die am Freitag im zentralen Mittelmeer in zwei verschiedenen, von der libyschen Seenotleistelle koordinierten Einsätzen gerettet wurden. Wir begrüßen die Nachricht, dass Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Portugal und Spanien sich darauf verständigt haben, die Verantwortung in einer koordinierten europäischen Antwort zu teilen.

Seit den Rettungen am Freitag ist es unsere Priorität, das Wohlbefinden der Geretteten sicherzustellen und sie ohne Verzögerung und im Einklang mit internationalem Seerecht an einem sicheren Hafen anzulanden, sodass die Aquarius weiter die dringend benötige humanitäre Unterstützung für die sich im zentralen Mittelmeer in Seenot befindenden Menschen bereitstellen kann. Da Malta einen der nächstgelegenen sicheren Häfen bietet, ermöglicht die dortige Anlandung, dass die geretteten Menschen nicht noch länger auf dem Rettungsschiff ausharren müssen.

Langfristige, nachhaltige Lösungen, die die humanitäre Krise im zentralen Mittelmeer angehen, werden jedoch noch immer dringend gebraucht. Diese liegen in der Verantwortung der gesamten Europäischen Union. Wir freuen uns darauf, zukünftig weitere, konkrete Beispiele europäischer Führung und Solidarität bei diesem Thema zu sehen.

Wir bleiben ernsthaft besorgt über die aktuelle Situation im zentralen Mittelmeer und die Zukunft von humanitären Einsätzen auf See.